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Auch bei einer Absage immer locker bleiben
Bitte um Begründung an Firmen erlaubt
Neubrandenburg (nk). Warum zieht gerade mein Briefkasten die Absagen an? Mancher Bewerber schreibt sich die Finger wund, schaut die Unterlagen immer wieder durch und findet nicht heraus, warum ausgerechnet er nicht zu den Glücklichen gehört, die eine Lehrstelle finden. Ursachensuche ist wichtig, allein aber schwierig. Bei einer Firma anzurufen und nach den Gründen für eine Ablehnung zu fragen, ist erlaubt. Auch wenn die Antwort vielleicht nicht immer zufrieden stellt.

Einige der häufigsten Gründe können aber auch die Berufsberater der Agentur für Arbeit
benennen.

Erstens können sich ganz einfach zu viele junge Leute um die Stelle beworben haben und ein anderer Kandidat hat den Zuschlag bekommen. Deshalb sollte niemand den Kopf in den Sand stecken und seinen Wunschberuf aufgeben. Vielleicht bekommt man in einer anderen Firma eine Chance. Oder es lohnt sich, die Bewerbung in eine andere Region zu schicken. Oft gibt es auch ganz ähnliche Berufe, für die sich nicht so viele Schulabgänger bewerben. Die Berufsberater können da viele Tipps geben.

Die zweite Möglichkeit: Der Bewerber kann den geforderten Schulabschluss nicht vorweisen oder er hat zu schlechte Zensuren für seinen Traumjob. Vielleicht gibt es ja die Möglichkeit, den gewünschten Schulabschluss nachzuholen. Ansonsten ist die Suche nach einem anderen Beruf ratsam.

Als Drittes können die Unterlagen "schuld" an den Absagen sein. Auch wenn jemand selbst keine Fehler findet, sicherheitshalber Eltern, Freunde oder Lehrer noch einmal ganz genau die Bewerbungsmappe durchschauen lassen.

Gute Vorbereitung zählt

Wenn als vierte Möglichkeit vielleicht der Auswahltest schlecht gelaufen ist, hilft nur eines: Besser vorbereiten. Material und Tipps gibt es beim Berufsberater. Nicht weniger enttäuscht sind Lehrstellen-Bewerber, wenn sie die ersten Hürden schon genommen haben und dann eine Absage kassieren. Auf keinen Fall hilft dann die Einstellung "Ich muss diese Stelle unbedingt kriegen". Dann verkrampft man nur. Besser ist auf jeden Fall: Locker bleiben, so der Rat der Berufsberater. Wie wäre es mit diesem Satz: "Es ist toll, dass ich es so weit geschafft habe und wenn ich diese Stelle nicht bekomme, dann versuche ich es eben noch einmal."
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© Lehrstellenkurier.de am 20.05.2012