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Eine gute Ausbildung schützt besser gegen Jobverlust
Auf den Zahn gefühlt – quali-
fizierte Arbeitnehmer finden
besser einen Job. Foto: Archiv
Berlin (ddp/nk). In der Rezession steigt die Angst vor Arbeitslosigkeit. Zwar kann im Prinzip jeder seinen Job verlieren, die Wahrscheinlichkeit dafür ist jedoch sehr ungleichmäßig verteilt.

Rund 50 Prozent der bei der Arbeitsagentur gemeldeten Ausfalltage wegen Arbeitslosigkeit entfallen auf gerade einmal fünf Prozent der Beschäftigten, wie aus einer aktuellen Studie des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor geht. Demgegenüber waren 60 Prozent der heute 50- bis 55-jährigen Arbeitnehmer nie arbeitslos.

Die IAB-Analyse, die sich auf Arbeitsmarktdaten der alten Bundesländer zwischen 1975 und 2004 stützt, macht zwei besonders stark von Arbeitslosigkeit bedrohte Gruppen aus. So zählt gut jeder zehnte in Deutschland lebende Ausländer der Jahrgänge 1950 bis 1954 zum Hochrisikosegment auf dem Arbeitsmarkt, aber nur etwa jeder 25. Deutsche.

Auch das Bildungsniveau hat einen ganz erheblichen Einfluss auf das Arbeitslosigkeitsrisiko. Nur drei Prozent der Personen mit Hochschulabschluss finden sich in der Gruppe der besonders häufig arbeitslos Gemeldeten wieder, während dies für 7,4 Prozent aller Menschen ohne Abitur beziehungsweise auch ohne Berufsausbildung gilt.

Das Abitur allein verbessert die Arbeitsmarktchancen übrigens kaum. Von den Abiturienten ohne anschließendes Studium oder Ausbildung zählen ebenfalls knapp 6,7 Prozent zu den fünf Prozent der Beschäftigten mit großen Problemen am Arbeitsmarkt. Mit niedrigerem Schulabschluss, aber abgeschlossener Berufsausbildung, sinkt dieser Wert auf 4,8 Prozent.

Gut ausgebildete Arbeitnehmer sind zwar nicht immun gegen Arbeitslosigkeit, sie haben aber eindeutig Vorteile auf dem Arbeitsmarkt. Verlieren sie ihren Job, finden sie im Vergleich schneller eine neue Stelle. Angesichts des insgesamt gestiegenen Arbeitsmarktrisikos ist diese Flexibilität besonders wichtig.

Die IAB-Studie ist im Internet als Download verfügbar:
www.iab.de

Quelle: Lehrstellenkurier, 24. Januar 2009
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© Lehrstellenkurier.de am 20.05.2012