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Schulwissen bleibt wichtig im Job
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| Jeder Chef hat eigene Vorstellungen von dem Lehrling, den er ausbilden möchte. Es gibt aber „Standard-Anforderungen“, auf die sich jeder Jugendliche einstellen sollte. |
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Die Ausbilder stehen mit Rat
und Tat zur Seite, sie erwarten
aber auch Grundkenntnisse.
Foto: Archiv
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Neubrandenburg (nk). Handwerkslehrlinge nur mit Abitur? Auf den Absage-Stapel, wenn das Zeugnis keinen Einser-Durchschnitt ausweist? Das wäre wohl in den meisten Fällen übertrieben. Trotzdem erwarten die Chefs gute Noten und eine ordentliche Schulbildung. Wer die nicht mitbringt, wird es auch schwer haben im Beruf zu bestehen.
Was erwartet die Wirtschaft von den Schulabgängern, die sich um eine Lehrstelle bewerben? Experten der Industrie- und Handelskammer (IHK) Neubrandenburg haben einige wichtige Punkte zusammengestellt.
Als Allererstes nennen sie elementares Grundwissen in den wichtigsten Lern- und Lebensbereichen. Dazu gehöre das grundlegende Beherrschen der deutschen Sprache in Wort und Schrift sowie einfacher Rechentechniken wie die vier Grundrechenarten, Rechnen mit Dezimalzahlen und Brüchen, Umgang mit Maßeinheiten, Dreisatz, Prozentrechnen, Flächen-, Volumen- und Masseberechnungen und fundamentale Grundlagen der Geometrie.
Hinzukommen sollten die Fähigkeiten, einfache Textaufgaben zu begreifen, die wichtigsten Formeln anzuwenden und mit Taschenrechnern umzugehen. Auch Grundkenntnisse in Physik, Chemie, Biologie und Informatik, aus denen Verständnis für die moderne Technik und eine positive Grundeinstellung zu ihr entwickelt werden könnten, müssten schulform- und altersgerecht verfügbar sein. Die Schüler sollten zudem einen ersten Einblick in die Wirtschafts- und Arbeitswelt erhalten haben, zum Beispiel auch mit Hilfe von Praktika.
Die Schule müsse grundlegende Informationen über das Funktionieren des marktwirtschaftlichen Systems und die Rolle der Unternehmen, des Staates und der Tarifparteien als wesentliche Aktionspartner im Rahmen unserer Gesellschaftsordnung vermitteln. Ebenso würden Grundkenntnisse in Englisch und im Informatik-Bereich immer wichtiger.
Basiswissen über die kulturellen Grundlagen der eigenen Nation und Europas sollten die Schüler im Unterricht erworben haben. Dazu gehören Grundkenntnisse über deutsche und europäische Geschichte, über politische Rahmenbedingungen, religiöse Formen und Inhalte unserer Kultur, meinen die Fachleute.
Auch auf die persönlichen Kompetenzen legten Unternehmer viel Wert. Hier werden unter anderem Zuverlässigkeit, Lern- und Leistungsbereitschaft, Ausdauer, Durchhaltevermögen sowie Belastbarkeit genannt. Erforderlich sei zudem die Fähigkeit, auch da durchzuhalten, wo die Arbeit als Belastung angesehen werde. Eine gewisse Frustrationstoleranz müssen die Jugendlichen aus Schule und Elternhaus mitbringen. Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit würden ebenso erwartet wie Konzentrationsfähigkeit, Verantwortungsbereitschaft, Kreativität und Flexibilität sowie die Fähigkeit zu Kritik und Selbstkritik.
Zu den wichtigsten sozialen Kompetenzen, die vorausgesetzt würden, zählten Kooperationsbereitschaft, Teamfähigkeit, Höflichkeit und Freundlichkeit, Konfliktfähigkeit, Toleranz. Jugendliche müssen in der Lage sein, abweichende Einstellungen und Meinungen bei anderen hinzunehmen, betonen die Experten.
www.neubrandenburg.ihk.de
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Gute Noten guter Einstieg
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Neubrandenburg. Klar, ordentliche Noten in Deutsch, Mathematik und Englisch das ist die halbe Miete bei der Lehrstellensuche. Jeder Bewerber weiß das, weil Eltern, Lehrer und Berater nicht müde werden, darauf hinzuweisen. In manchen Berufen braucht man außerdem ein bestimmtes Wissen ganz besonders. Deshalb wird auch auf die entsprechenden Schulfächer besonders viel Wert gelegt. Die Berater von der Agentur für Arbeit haben zusammengestellt, welches Fach zu welchem Beruf passt. Hier einige Beispiele:
Deutsch
brauchen unter anderem Verwaltungsfachangestellte, Beamte und Interessenten für alle kaufmännischen Berufe.
Mathematik
brauchen Mechatroniker, Laboranten und Elektroniker.
Englisch
brauchen unter anderem Fremdsprachenkorrespondenten und Kaufleute für Spedition und Logistikdienstleistung.
Biologie
brauchen Medizinische Fachangestellte, Fachkräfte für Abwassertechnik und Forstwirte.
Physik
brauchen Augenoptiker, Baustoffprüfer und Interessenten für Elektroberufe.
Chemie
brauchen Werkstoffprüfer, Schädlingsbekämpfer und Chemikanten.
Erdkunde
brauchen Vermessungstechniker, Kartographen und Reiseverkehrskaufleute.
Informatik
brauchen technische Systeminformatiker, Mathematisch-technische Software-Entwickler, Informationselektroniker.
Werken
brauchen Ofen- und Luftheizungsbauer, Fahrradmonteure und Tischler.
Kunst
brauchen Designer, Floristen und Goldschmiede.
AWT (Arbeit/Wirtschaft/Technik)
brauchen insbesondere Kaufleute im Groß- und Außenhandel, Steuerfachangestellte und Industriekaufleute.
Mehr Informationen über Berufe:
www.planet-beruf.de
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© Lehrstellenkurier.de am 20.05.2012
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