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Testarten
Wenn man zum Einstellungstest eingeladen wird, ist das kein Grund zur Sorge. Immerhin bedeutet die Einladung, dass die Bewerbung gut angekommen und man selbst eine Runde weiter ist. Auf die einzelnen Tests kann man sich außerdem prima vorbereiten: viele Bücher bieten hier fachmännische Hilfe an. Die verschiedenen Formen der Testverfahren sind hier im Überblick aufgeführt: Eine Sonderform ist dabei das Assessment-Center.
Kenntnisprüfungen
Mit schriftlichen Kenntnisprüfungen versuchen viele Betriebe, sich einen Eindruck von vorhandenen Schulkenntnissen und Allgemeinwissen zu verschaffen. Da sich diese Prüfungen vor allem auf Schulwissen beziehen, entsprechen die Aufgaben auch in der Form oft dem, was man von der Schule her kennt. So werden Rechtschreibkenntnisse gerne durch ein Diktat oder einen Lückentext überprüft und Allgemeinwissen durch Multiple-Choice-Aufgaben. Manchmal muss auch ein Aufsatz geschrieben werden. Wichtig: Häufig ist bei Rechenaufgaben der Taschenrechner als Hilfsmittel nicht erlaubt. Man sollte also unbedingt üben, ohne diese Hilfe zurecht zu kommen.
Psychologische Testverfahren
Psychologische Testverfahren bestehen meist aus zwei Hauptbestandteilen: Leistungstests und Selbsteinschätzungsbögen. Psychologische Leistungstests erfassen die grundsätzliche Begabungsstruktur eines Bewerbers. Dabei geht es um Bereiche wie logisches Denken, Sprachverständnis, Umgang mit Zahlen, räumliche Vorstellung, technisches Grundverständnis, Merk- und Konzentrationsfähigkeit. Beim psychologischen Selbsteinschätzungsverfahren muss sich der Bewerber bezüglich seiner Eigenschaften oder Interessen in Form von Fragebögen selbst einschätzen. Daraus ergeben sich Rückschlüsse auf Eigenheiten, Charakter und Verhalten des Bewerbers.
Praktische Tests
Praktische Tests werden häufig in gestalterischen und handwerklichen Berufen gemacht, um die berufswichtigen praktischen Fähigkeiten herauszukristallisieren. Für solche Berufe muss man deshalb erst einmal das eigene handwerkliche Geschick unter Beweis stellen.

Assessment-Center
Eine besondere Form des Einstellungstests ist das Assessment-Center. „To assess“ heißt soviel wie ,,bewerten, beurteilen, einschätzen“. Dabei werden die Verhaltensleistungen der Teilnehmer bei einer Übung von mehreren Beobachtern gleichzeitig unter die Lupe genommen. Also wird hier zum Beispiel nicht nur das Lösen einer Aufgabe bewertet, sondern auch der Weg der Lösung: Ist der Bewerber ein Teamplayer, ein Einzelgänger oder gar ein ,,Leitwolf"? Wird er nervös, oder kann er andere motivieren? Dabei kann ein Assessment-Center für mehrere Bewerber gleichzeitig oder auch nur für einen einzelnen (Einzel-Assessment-Center) durchgeführt werden. Als Beobachter werden meist erfahrene Führungskräfte, Personalfachleute oder Psychologen eingesetzt. Das Assessment-Center wird häufig auch als Gruppenauswahlverfahren, Vorstellungsgespräch mit Übungsrunden, Auswahltag, Informationstag oder Gruppeninterview bezeichnet.
Quelle: „Vom Schüler zum Auszubildenden“, Durable und Pagna
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© Lehrstellenkurier.de am 07.02.2012